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Donnerstag, 7. Februar 2013

Deine Ahnen

Wenn wir aufhören, uns über unsere Vorfahren zu definieren und uns in einer Identität verorten, die uns im aktuellen Gefüge einordnet, uns also frei in einen selbstgewählten Bezugsrahmen stellt, dann brauchen wir nicht mehr mit dem Finger auf Jene weisen, die sich Traditionen bemächtigen, die nicht ihren Ahnen entsprechen. Wir können dann frei zugreifen auf alles, was die Vergangenheit uns bietet und müssen keine Angst haben, uns in der unübersichtlichen Fülle der Angebote zu verirren. Niemand muss getrennt sein von den Erfahrungen des Nachbarn. Wir könnten teilen.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Liebe? Welche Liebe?

Es ist durchaus nicht so, dass wir niemanden lieben könnten, 
solange wir uns nicht selbst lieben. 
Liebe ist unterschiedlich für jeden von uns, 
und vielschichtig, 
bezüglich des Objektes, dass wir lieben. 

Wir begehren, 
wir fühlen uns hingezogen zu etwas, 
wir wollen behüten und stützen, 
wir erschauern vor Wonne, 
wir kreisen in Gedanken um das mit Sehnsucht bedachte, 
wir fühlen uns ergänzt, 
ohne eigenes zutun Ganz gemacht
wir fiebern dem Zusammensein entgegen, 
wir erträumen uns Gemeinschaft.

Wir sehen Liebe als exclusives Projekt,
oder als übergreifende Bereitschaft, uns vielen anzuvertrauen.
Wir glauben, Liebe seie Allumfassend. 
Wir glauben auch, Liebe seie endlich.
Wir erfahren Liebe begrenzt 
in Zeit,
auf einen ausgewählten Kreis, 
abhängig von Nähe 
oder Frei von äusseren Determinanten.

"Dann ist es keine Liebe" behaupten wir
oder: "Das ist wahre Liebe"

Und wir mischen, 
je nach Gutdünken, 
wie es uns passt.

Zu all dem brauchen wir keine Eigenliebe.

Wir brauchen Eigenliebe jedoch, 
um selbst Liebe zu empfangen

Sonntag, 13. November 2011

Heute Du

Die Frage ist: Ist die Sehnsucht groß genug, 
um sich auf Kompromisse einzulassen 
oder: Stimmt die Lebenslüge der Freiheitssucher, und tatsächlich ist "Jeder Kompromiss ein weiterer Beschiss".
In der Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, 
in der Projektion ist immer die Selbsterfahrung möglich.
Ohne Abgrenzung keine Hinwendung, 
ohne Zuneigung keine Erfahrung.
Während der Beschäftigung mit den eigenen Idealen ist 
eine idealisierende Vorstellung des Selbst einfach.
Es ist aber ja nicht das Objekt, das die Begierde auslöst, 
da es ein Objekt ist, ist es weder zu- noch abgeneigt, 
es verhält sich Objektgemäß neutral. 
Erst unsere Projektion belegt es mit Eigenschaften, 
erst unsere Wünsche geben ihm Bedeutung. 
Vielleicht ist die Frage also: 
aus welcher Tiefe wird der Wunsch nach Einigung geboren, 
ist es die Aneignung, die hier ersehnt wird und 
erwuchs der Wille aus dem Mangel an alternativer Vorstellung, 
oder ist hier tatsächlich ein Übermaß, das einen Kanal sucht?
Schlussendlich bleibt die Frage: 
Von wo kommen wir, zu begehren was sich bietet.


"Wär nicht das Auge sonnenhaft, Die Sonne könnt es nie erblicken" gab uns J.W.G.

Freitag, 29. Juli 2011

Auch 
die menschenverachtenden Scheusale der Eliten 
die wir hier 
und anderswo 
bekämpfen müssen, 
haben ihren Wert. 
Man kann sie nicht daran messen, 
wie sie mit ihren Mitmenschen umgehen,  
denn es gibt genügend Beispiele, 
die sich dagegen setzten lassen 
  • (der Banker der umdenkt, 
  • der ImmoHai, der plötzlich in Not gerät, 
  • ein schnoddriger PunkPenner, der noch nie eine Chance hatte, 
  • der Typ mit HirnTumor...)
Der Wert eines Jeden 
ist unteilbar auf seine Existenz bezogen, 
und sobald wir ihm den Wert absprechen, 
berauben wir ihn 
und uns 
der uns angehörenden Würde, 
die uns nötigt 
im Gegenüber 
immer 
das Selbst zu suchen, 
ungeachtet der Maske, 
die wir identifizieren.

Dienstag, 17. Mai 2011

SELBSTBEFRIEDIGUNG

Wenn jemand zu der Überzeugung kommt, sich selbst befriedigen zu wollen, so ist es ein Fortschritt auf dem Weg der bewussten Gestaltung des eigenen Lebensweges dies bewusst zu tun. Erster Schritt zum bewussten Umgang mit Sexualenergie: Sich vor einen Spiegel setzen und sich dabei in die Augen schauen, während man sich selbst befriedigt, dann ist es wahrhaftig. 
Der zweite Schritt ist natürlich die schonungslose Offenlegung der Motivation, um den Abgründen des Ego auf die Spur zu kommen. Ist es progressive Muskelrelaxation im Sinne von Triebabfuhr so wäre dies zumindest insofern wenig förderlich für die eigene Entwicklung des Bewusstseins, als daß in diesem Fall seelische Spannungszustände über den Umweg der körperlichen Entkräftung ruhig gestellt werden sollen. 
Das ist vom Prinzip her nichts anderes als Drogen nehmen, ungeachtet der Tatsache das es  in einer Gesellschaft die Aufklärung mit Pornographie verwechselt deutlich akzeptierter ist.

Dienstag, 10. Mai 2011

Katholische Tradition

Interessant zu erwähnen ist sicherlich,

daß Katholiken

das Kreuz des Antichristen  schlagen,

wenn sie sich
 bekreuzigen.
                  
               Sie     ziehen    mit    der    rechten    Hand
                   
                  von    der   Stirn    zum    Sternum
                   
                 und    dann    von    der    linken    Schulter    nach    rechts.

(So wird der waagerechte Balken im unteren Abschnitt des Kreuzes gemacht,
also proportional genau verkehrt herum wie das Christuskreuz.)

Sie schlagen das umgekehrte Kreuz,
und werden wieder einmal nicht über Symbolismus aufgeklärt,

geschweige denn,
daß sie wissen,
 was diese Handbewegung
 auf das Magnetfeld des Körpers bewirkt -

die oberen Energiezentren werden durch die erste Bewegung
von oben nach unten
verschlossen
und durch die zweite Bewegung
den Querschlag
versiegelt -

also ein Verschluß der Energien.

Ebenso wirkt das Kreuzzeichen,

das vor allem die Katholiken

auf die Stirn von Neugeborenen machen

Samstag, 30. April 2011

Wenn es Zeit ist

Wenn Dein Stolz nicht länger
    über Barrikaden Dich trägt, 
Wenn die Glitzereffekte Dich unberührt lassen
Wenn der Spieler längst besiegt
 und der Magier kein Zeitvertreib mehr ist
Wenn das Leben nackt
 -schnörkellos-
     und zitternd vor Dir liegt
Und - wenn Du nicht mehr glaubst 
  das es in der Macht Deiner Hände liegt 
  Dein dasein Dir zu gestalten,
Wenn die Winde an Dir zerren
  wie tolle Hunde
Und niederträchtige Huldigungen Dich versuchen
Wenn Ekel Dir den Mund ausspült 
Wenn Illusionen müde gaukeln
Und falsche Priester dir das Bett vorwärmen
Wenn alles also Maya ist
Dann ist es Zeit
             Höchste Zeit

Sonntag, 9. Januar 2011

SEXUALITÄT (No means No)

Sexus zu Liebe machen, das ist Kultur.
Ohne Hingabe ist Partnerschaft eine nüchterne Angelegenheit. Das Triebleben ist, wenn es sich nicht auf ein zu befriedigendes Subjekt bezieht, das hohle Ende der Suche nach Lust und Leidenschaft.
Vertrauen und Mut sind Voraussetzung um sich in seiner Verletzbarkeit zu offenbaren. Sexualität in Hingabe bedeutet eigene Grenzen erfahren, gegebenenfalls gar verschieben.
Vergewaltigte und Traumatisierte sagen entweder immer oder nie wieder Nein, sie suchen die Randsituation, (um sich -verspätet- zu wehren, um in der Gegenwart die Vergangenheit zu ändern), doch sie haben das Gefühl für eigene Grenzen aus dem Blick verloren, so daß sie sie nur intellektuell ausloten können. Sie veräußern sich komplett, um im Nachhinein zu beweisen das es ihnen nicht geschadet hat, oder sie kriechen in sich hinein bis die Verbindung zum Aussen negiert scheint. Im Extremfall wählen sie beide Strategien zugleich.
Der Traumatisierende dabei nimmt nicht nur dem Objekt seiner Begierde sondern zudem sich selbst die Möglichkeit zur Erfüllung im Anderen, zur Auflösung, zur Entsagung des Selbst. Der Gewalttäter entzieht für die nur kurz-andauernde Befriedigung eines lüsternen Bedürfnisses seines Körpers der eigenen Seele die Potenz zur Überantwortung an den Anderen, der Fügsamkeit in den Wunsch des Anderen und des Erblühens in der totalen Selbstauflösung.  Diese Form der Sexualität ist für die Seele das, was Junk-Food für den Körper ist, es macht nicht lange satt, es verlangt nach immer mehr und es hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. 
Erst die Fürsorge am Gegenüber durch die diffuse Streuung und temporäre Auflösung des Ego befähigt die Seele sich zu der Höhe aufschwingen die ihre Grenze und damit ihre Bestimmung ausmacht.
Ohne innere Hingabe ist Sex eine Phrase, die das Selbst verleugnet.