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Mittwoch, 4. Juli 2012

Liebe? Welche Liebe?

Es ist durchaus nicht so, dass wir niemanden lieben könnten, 
solange wir uns nicht selbst lieben. 
Liebe ist unterschiedlich für jeden von uns, 
und vielschichtig, 
bezüglich des Objektes, dass wir lieben. 

Wir begehren, 
wir fühlen uns hingezogen zu etwas, 
wir wollen behüten und stützen, 
wir erschauern vor Wonne, 
wir kreisen in Gedanken um das mit Sehnsucht bedachte, 
wir fühlen uns ergänzt, 
ohne eigenes zutun Ganz gemacht
wir fiebern dem Zusammensein entgegen, 
wir erträumen uns Gemeinschaft.

Wir sehen Liebe als exclusives Projekt,
oder als übergreifende Bereitschaft, uns vielen anzuvertrauen.
Wir glauben, Liebe seie Allumfassend. 
Wir glauben auch, Liebe seie endlich.
Wir erfahren Liebe begrenzt 
in Zeit,
auf einen ausgewählten Kreis, 
abhängig von Nähe 
oder Frei von äusseren Determinanten.

"Dann ist es keine Liebe" behaupten wir
oder: "Das ist wahre Liebe"

Und wir mischen, 
je nach Gutdünken, 
wie es uns passt.

Zu all dem brauchen wir keine Eigenliebe.

Wir brauchen Eigenliebe jedoch, 
um selbst Liebe zu empfangen

Donnerstag, 24. Mai 2012

Weil das Wort verletzt

Unser gestriges Gespräch über den Umgang mit Sprache am Beispiel des N*-Wortes hat mich sehr gekränkt. Ich hatte den Eindruck, das meine Erfahrungen relativiert und banalisiert werden. Das ich von meinen persönlichen Erlebnissen berichtet habe, um Dich vom Konkreten aufs Allgemeine schließen zu lassen, hatte zur Folge, daß Du Dich darauf zurückziehen wolltest, selbst ebenfalls diskriminierende Erfahrungen gemacht zu haben. Ich bedaure zutiefst, das Du erniedrigenden Situationen ausgesetzt warst, aber diese Vorgehensweise stellt für mich eine weitere Kränkung dar, weil sie die fortlaufende Herabwürdigung durch Sprache und die damit verknüpften Assoziationen verharmlost.
Ich befürchte, daß ich Deine Sprache in der Vergangenheit oft falsch verstanden habe. Was ich als ironische Distanzierung wahrnahm war womöglich der Versuch, Worte nach eigenem Gutdünken zu belegen. ( Sprache und Rassismus )
Diese Vermeidungsstrategie trägt aber nicht, denn die Benutzung von Worten geschieht immer in ihrem eigenen ( geschichtlichen ) Kontext, wäre es anders, so könnte man auch argumentieren, jemanden ein Arschloch zu nennen seie nicht beleidigend gemeint, das wäre ja bloß ein Körperteil. Die Entscheidung, welche Bezeichnung beleidigt, kann immer nur durch die Betroffenen geschehen, und damit ist nicht gemeint, daß das N*-Wort OK ist, wenn Du irgendjemanden kennst, der es duldet. Es ist eben nicht meine Überempfindlichkeit, die mich hier aufbegehren lässt.Ich verwehre mich gegen einen bagatellisierenden Umgang mit diffamierenden Worten. Nicht nur, weil sie mir einen Platz zuweisen, der mich als eine Abweichung von der Norm beschreibt, sondern auch, weil der leichtfertige Umgang damit die Unterstützt, die es eben doch so meinen, wie ich es Dir nicht unterstelle. Eine politisch korrekte Sprache anzustreben ist der Respekt, den wir jenen entgegenbringen können, die strukturelle Gewalt permanent auch eben durch Worte erleben. Dieses nicht als ein Problem erkannt zu haben, werfe ich Dir nicht vor. Aufgrund Deiner - von mir gemutmaßten - Sozialisation war es für Dich nicht notwendig, Dich damit auseinanderzusetzen. Und als weissPrivilegierter ist es womöglich nicht naheliegend, Dich mit Deiner Hautfarbe zu beschäftigen, oder mit der anderer. siehe hier: Nachhilfe im Weisssein
Ich fühle mich kategorisiert, wo ich noch gestern dachte, ich seie geachtet.
Ich verspüre das Bedürfnis, Deine Einsicht zu befördern, ich suche nach Worten, Dir verständlich zu machen, wie tief verletzend der Gebrauch von diffamierenden Worten ist, ich suche Vergleiche, die Dir einleuchten könnten. Dann wieder bin ich geneigt den ganzen Vofall zu bagatellisieren, mein zuvor empfundenes Verbundenheitsgefühl zu Dir ins lächerliche zu ziehen: "Das ist nur irgendein Spack aus dem Netz."
Das ist echt sehr, sehr besonders schade.
 Du kannst Rassismus widerstehen!

Sonntag, 13. November 2011

Heute Du

Die Frage ist: Ist die Sehnsucht groß genug, 
um sich auf Kompromisse einzulassen 
oder: Stimmt die Lebenslüge der Freiheitssucher, und tatsächlich ist "Jeder Kompromiss ein weiterer Beschiss".
In der Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, 
in der Projektion ist immer die Selbsterfahrung möglich.
Ohne Abgrenzung keine Hinwendung, 
ohne Zuneigung keine Erfahrung.
Während der Beschäftigung mit den eigenen Idealen ist 
eine idealisierende Vorstellung des Selbst einfach.
Es ist aber ja nicht das Objekt, das die Begierde auslöst, 
da es ein Objekt ist, ist es weder zu- noch abgeneigt, 
es verhält sich Objektgemäß neutral. 
Erst unsere Projektion belegt es mit Eigenschaften, 
erst unsere Wünsche geben ihm Bedeutung. 
Vielleicht ist die Frage also: 
aus welcher Tiefe wird der Wunsch nach Einigung geboren, 
ist es die Aneignung, die hier ersehnt wird und 
erwuchs der Wille aus dem Mangel an alternativer Vorstellung, 
oder ist hier tatsächlich ein Übermaß, das einen Kanal sucht?
Schlussendlich bleibt die Frage: 
Von wo kommen wir, zu begehren was sich bietet.


"Wär nicht das Auge sonnenhaft, Die Sonne könnt es nie erblicken" gab uns J.W.G.

Donnerstag, 26. Mai 2011

TRAUMATA


Grenzen, deren Überschreitung einmal zugelassen wurde, sind  konsequent  inexistent. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Ab-grenzung erheblich erschwert, wenn nicht gar ausgeschlossen. Gewalterfahrung nutzt sich ab, weil Grenzen bedingt verschiebbar sind. Bereits erlittene Gewalt befähigt Opfer darin, sich der Selbstwahrnehmung zu verweigern, Grenzwahrnehmung in das Unbewusste auszulagern und somit vor sich selbst zu tarnen. Opfer haben keinen Zugriff auf  die Feintarierung ihres internalen Selbstschutzes. Ihr Schutz muss total sein, alles andere wäre der Tod ihrer Seele, befürchten sie. Sie taumeln zwischen den zwei Polen der Extreme von Selbstüberschätzung und Selbstverleugnung. Täten sie dies nicht, so stünden sie der Erkenntnis der eigenen Ohnmacht und der Hilfsbedürftigkeit gegenüber.
Die Einschätzung der Über-lebensfähigkeit entwirft der Denkende anhand von bereits er-lebten Situationen. Die Einschätzung des eigenen Status stammt aus der nachträglichen Beurteilung der Bewältigung der Vergangenheit. Diese Beurteilung schleift sich ein, wird zur Basis. Aufgrund dieser wird die Projektion auf die gegenwärtige bzw. zukünftige Lage vorgenommen. Die Möglichkeit eine Konstellation relativ schadensarm zu überstehen ist tatsächlich jedoch abhängig von der Wahrung der Würde des Subjekts, und somit nur vordergründig der Selbsteinschätzung unterworfen. Darunter liegend geschieht eine -dem bewussten Zugriff unzugängliche- Verletzung, die auf persönlichen und allgemeingültigen Werten gründet.

Dienstag, 17. Mai 2011

SELBSTBEFRIEDIGUNG

Wenn jemand zu der Überzeugung kommt, sich selbst befriedigen zu wollen, so ist es ein Fortschritt auf dem Weg der bewussten Gestaltung des eigenen Lebensweges dies bewusst zu tun. Erster Schritt zum bewussten Umgang mit Sexualenergie: Sich vor einen Spiegel setzen und sich dabei in die Augen schauen, während man sich selbst befriedigt, dann ist es wahrhaftig. 
Der zweite Schritt ist natürlich die schonungslose Offenlegung der Motivation, um den Abgründen des Ego auf die Spur zu kommen. Ist es progressive Muskelrelaxation im Sinne von Triebabfuhr so wäre dies zumindest insofern wenig förderlich für die eigene Entwicklung des Bewusstseins, als daß in diesem Fall seelische Spannungszustände über den Umweg der körperlichen Entkräftung ruhig gestellt werden sollen. 
Das ist vom Prinzip her nichts anderes als Drogen nehmen, ungeachtet der Tatsache das es  in einer Gesellschaft die Aufklärung mit Pornographie verwechselt deutlich akzeptierter ist.

Freitag, 7. Januar 2011

WAHRHEIT


Da alles was wir über das Außen sagen, sich grundsätzlich   Da alles
Da alles was wir über das AUSSEN sagen,
sich grundsätzlisagen, sich grundsätzlich auf das eigenech auf das eigene Innenleben bezieht
und aleigene Innenleben bezieht, und alles,  was wir über uns selbst sagen les,
und alles, was wir über uns selbst sagen das eigene

was wir üdas eigene Ich-Ideal wied
 wiedergibt,ergibt,
und da jeund da jede unsererr ÄuSSerungengen
immerimmer nur einen Teilaspekt der 
                                                               Wirklichkeit wiedergibt,
                                                                             wiedergibt,
sind wir GRUNDSÄTZLICH nicht in der Lage,
                                                            GRUNDSÄTZLICH NICHT IN DER LAGE

wahrhaftige Aussagen zu treffen.
sind wir
nicht in der Lage,
               wahrhaftige Aussagen zu treffen