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Sonntag, 20. November 2011

kein liebes Vieh

Das Lachen der Drachen, 
wenn sie versuchen in höchste Höhen zu steigen, 
wenn sie einander umkreisen, 
wenn sie durcheinander hindurch das Licht sehen. 
Wie das tönen von Kupferkesseln, 
wie das klirren von Münzen auf Stein, 
wie das kreischen der Möwen 
wie ein fester Griff.

Dienstag, 17. Mai 2011

SELBSTBEFRIEDIGUNG

Wenn jemand zu der Überzeugung kommt, sich selbst befriedigen zu wollen, so ist es ein Fortschritt auf dem Weg der bewussten Gestaltung des eigenen Lebensweges dies bewusst zu tun. Erster Schritt zum bewussten Umgang mit Sexualenergie: Sich vor einen Spiegel setzen und sich dabei in die Augen schauen, während man sich selbst befriedigt, dann ist es wahrhaftig. 
Der zweite Schritt ist natürlich die schonungslose Offenlegung der Motivation, um den Abgründen des Ego auf die Spur zu kommen. Ist es progressive Muskelrelaxation im Sinne von Triebabfuhr so wäre dies zumindest insofern wenig förderlich für die eigene Entwicklung des Bewusstseins, als daß in diesem Fall seelische Spannungszustände über den Umweg der körperlichen Entkräftung ruhig gestellt werden sollen. 
Das ist vom Prinzip her nichts anderes als Drogen nehmen, ungeachtet der Tatsache das es  in einer Gesellschaft die Aufklärung mit Pornographie verwechselt deutlich akzeptierter ist.

Sonntag, 9. Januar 2011

SEXUALITÄT (No means No)

Sexus zu Liebe machen, das ist Kultur.
Ohne Hingabe ist Partnerschaft eine nüchterne Angelegenheit. Das Triebleben ist, wenn es sich nicht auf ein zu befriedigendes Subjekt bezieht, das hohle Ende der Suche nach Lust und Leidenschaft.
Vertrauen und Mut sind Voraussetzung um sich in seiner Verletzbarkeit zu offenbaren. Sexualität in Hingabe bedeutet eigene Grenzen erfahren, gegebenenfalls gar verschieben.
Vergewaltigte und Traumatisierte sagen entweder immer oder nie wieder Nein, sie suchen die Randsituation, (um sich -verspätet- zu wehren, um in der Gegenwart die Vergangenheit zu ändern), doch sie haben das Gefühl für eigene Grenzen aus dem Blick verloren, so daß sie sie nur intellektuell ausloten können. Sie veräußern sich komplett, um im Nachhinein zu beweisen das es ihnen nicht geschadet hat, oder sie kriechen in sich hinein bis die Verbindung zum Aussen negiert scheint. Im Extremfall wählen sie beide Strategien zugleich.
Der Traumatisierende dabei nimmt nicht nur dem Objekt seiner Begierde sondern zudem sich selbst die Möglichkeit zur Erfüllung im Anderen, zur Auflösung, zur Entsagung des Selbst. Der Gewalttäter entzieht für die nur kurz-andauernde Befriedigung eines lüsternen Bedürfnisses seines Körpers der eigenen Seele die Potenz zur Überantwortung an den Anderen, der Fügsamkeit in den Wunsch des Anderen und des Erblühens in der totalen Selbstauflösung.  Diese Form der Sexualität ist für die Seele das, was Junk-Food für den Körper ist, es macht nicht lange satt, es verlangt nach immer mehr und es hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. 
Erst die Fürsorge am Gegenüber durch die diffuse Streuung und temporäre Auflösung des Ego befähigt die Seele sich zu der Höhe aufschwingen die ihre Grenze und damit ihre Bestimmung ausmacht.
Ohne innere Hingabe ist Sex eine Phrase, die das Selbst verleugnet.