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Samstag, 14. Juli 2012

War

Sinnead O'Connor sagte uns einst mit so klaren Worten dass Krieg herrscht. Und das stimmt ja, dass Wissen wir. Und wir kennen die Feinde. Die Wut, die wir in uns tragen sollten wir nicht aneinander verschwenden. Denn das liesse uns die wahren Verbrecher schonen und Ihrem Willen folgen.
Und das wär doch echt mal dumm.

Until the philosophy,
Which holds one race superior
And another inferior,
Is finally and permanently
Discredited and abandoned,
Everywhere is war.

Until there is no longer first class
Or second class citizens of any nation.
Until the color of a man's skin,
Is of no more significance then
The color of his eyes,
I've got to say "war".

That until the basic human rights,
Are equally guaranteed to all,
Without regard to race,
I say "war"

Until that day the dream of lasting peace,
World-citizenship and the rule of
International morality will remain
Just a fleeting illusion to be pursued,
But never obtained.
And everywhere is war.

Until the ignoble and unhappy regime
Which holds all of us through,
Child-abuse, yeah, child-abuse yeah,
Sub-human bondage has been toppled,
Utterly destroyed,
Everywhere is war.

War in the east,
War in the west,
War up north,
War down south,
There is war,
And the rumors of war.

Until that day,
There is no continent,
Which will know peace.

Children, children.

Fight!

We find it necessary.
We know we will win.
We have confidence in the victory
Of good over evil  




Dienstag, 13. Dezember 2011

Du kannst sicher gut singen und tanzen

Die charmantesten Vorurteile sind mir die unerträglichsten. 
Und charmant sind sie ja auch nur auf den ersten Blick, eigentlich eine bodenlose Frechheit, sich mit einer Erwartungshaltung auseinandersetzen zu müssen, die allein auf Merkmalen beruht, die ich nicht beeinflussen kann. Natürlich kann ich nicht deshalb singen, weil ich schwarz bin, sondern weil ich talentiert bin. Weil ich geübt habe. Weil es mir Freude macht. Nun aber, nachdem ich den jugendlichen Überschwang verloren und der Last der Vorurteile erlegen bin, habe ich es seit Jahren nicht öffentlich getan. Auch öffentlich zu tanzen habe ich mir abgewöhnt. Die Freiheit zu sein ist abhanden gekommen, mit jedem Schritt der Bewusstwerdung im Zuge von unausgegorenen Unterstellungen wie: "Ist ja klar dass Du musisch bist, so als Schwarze." 
Ich war immer vieles. 
Schon als kleines Mädchen geprägt durch die Tatsache "anders" zu sein als die anderen Kinder früh im Kopf unterwegs und auf der Suche nach Normalität und Zugehörigkeit, gab und gibt es eben auch die andere Seite, die Lebensfreude, die Ausgelassenheit, die für mich konkret ja, eben immer mit singen und tanzen Ausdruck findet. Und die öffentlich ambivalent wurde, seit ich bemerkte, dass ich darauf durch meine Hautfarbe bedingt werde. 
Die "Lookism" Diskussion, von der ich nur selten am Rande etwas mitbekomme, stößt da eine erduldete Schmach neu wieder an. Ich hatte mich längst daran gewöhnt, Vorurteilen äußerlich mit einem Lächeln zu begegnen, sie kalt auszuhebeln und die entwürdigende Notwendigkeit mich Ihnen zu stellen, als unwichtig vor mir selbst verborgen. 
Es gibt Kleidungstabou's in meinem Leben. Ich würde sicher nicht in afrikanischer Kleidung das Haus verlassen. Das geht soweit, dass ich kaum je mehr als 2 Farben gleichzeitig anziehe, und eine davon ist meistens schwarz. Ich kleide mich nicht feminin. Ich trage immer Hosen. Und ich habe längst vergessen, ob ich das tue, weil es mir gefällt, oder weil ich nicht auf ein wie auch immer geartetes StereoTyp als Afrikanerin reduziert werden will. 

Dienstag, 8. März 2011

Weshalb der Frauentag weder überflüssig noch ein Witz noch ein Tag für Floristen ist

8. März, es jährt sich erneut der Tag an dem Frauen auf ihre Rechte pochen. Obwohl, tun sie das wirklich? Oder ist der Tag inzwischen eine lustige Verballhornung der längst emanzipierten Stöckelschuhkarrieristinnen und  der fröhlich auf NewAge getrimmten HappyHappyJoyJoyTussen die strahlend verkünden 'man seie immer so frei wie man sich fühle. Und das Leben seie eine Schatzkiste aus der man sich nur zu bedienen brauche, weil jedem durch die Fülle des Universums immer alles zur Verfügung stünde'.   'Sklavenmentalität' fallt mir dann ein wenn ich beseelte Gesichter von Frauen seh , die mit sich und ihrem Konsum genug vom Leben haben. Und wie zynisch klingt dieses geseier in den Ohren derer, die ihr Leben mit der Verwertung von 'recycled Food' fristen, die Küchlein aus Lehm,Wasser und Butter essen, die auf Müllhalden vegetieren?

Auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen beantragte Clara Zetkin einen Frauentag einzurichten. Alljährlich sollte dadurch auf die Ungleichbehandlung von Mann und Frau aufmerksam gemacht werden. Zentrale Forderungen damals waren: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das Wahlrecht, ein Achtstundentag, die Einführung eines Mindestlohns und ausreichender Mutterschutz. In den damaligen Industriestaaten verliehen die Frauen diesen Forderungen auch durch Streiks Nachdruck.    
Was haben wir heute noch mit diesen Forderungen zu tun? Haben wir heute erreicht was damals gefordert wurde oder vertreten wir diese Forderungen nicht mehr? Wer ist überhaupt "wir" ? Da scheint er durch, der Faden der Ariadne, dieses 'WIR' gilt es zu füllen. Es gab immer Frauen, die nicht solidarisch sein wollten, aus unterschiedlichen Gründen, weil sie nicht betroffen waren oder sich nicht betroffen fühlten, weil sie glaubten mehr zu verlieren als zu gewinnen, weil sie durch ihre Erziehung zur Ignoranz oder zu amoralischem Egoismus geprägt wurden.  Weil sie es für erstrebenswert erachten sich aushalten zu lassen anstelle eines selbstbestimmten Lebens.
Diese Frauen feiere ich heute nicht. 
Diese Frauen wollen und brauchen das auch nicht.
Wer und wo aber sind die Frauen die ihre Fäuste ballen und rufen:"Ich bin weder deine Sklavin, noch Deine Herrin". Die Frauen, die nicht satt sind von der Auswahl zwischen DOUGLAS und Dr.Hauschka, die die nicht glauben das es langt sexy zu wirken um ein erfülltes Leben zu haben und die weder bereit sind ihr Kind schon mit wenigen Wochen  von proffessionellen Businesseducators fremdbetreuen zu lassen, noch auf eigenständige Möglichkeiten des Broterwerbs zu verzichten.                          
 
 
 Weder Noch zum "Angebot" der IndustrieNazionen.
      Regelmäßige Erwerbsarbeit, selbst die schwere und minderentlohnte Arbeit in der "globalen Fabrik", eröffnet Frauen ein Plus an Autonomie und Unabhängigkeit in ihren persönlichen Lebensentscheidungen wie im häuslich-familiären Bereich. Die im Zuge neo-liberaler Globalisierung zunehmenden ökonomischen und sozialen Unsicherheiten tangieren weltweit Frauen deshalb in höherem Maße, weil geschlechtliche Arbeitsteilungsmuster wie hierarchisierte Geschlechterverhältnisse sich im großen und ganzen doch als relativ resistent gegen geschlechteregalitären Umbau erwiesen haben und Frauen selbst in ihren begründeten "Nachzieh"-Bedürfnissen von neuem blockiert werden.  nach Eva Kreisky                          
Noch gilt es herauszuarbeiten was ein Leben sein könnte, das heutigen weiblichen Bedürfnissen (sprich Erfordernissen ) gemäß gelebt werden kann, damit es für einen Großteil der Frauen (und auch Männer-in diesem Fall) nicht erstrebenswerter ist, ihr Bewusstsein auszuschalten und zu taumeln zwischen Computerspielen und DisneyChannel   
Not the Doctor                                                                 
  Es grüßt solidarisch
                        Rotmel





http://www.ariva.de/frauentag_a5755

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